allgemeine Infos Ehrenamt Handball im Rhein-Kreis Neuss

Handball quo vadis?

(nhv/ME) Ähnlich fragte einst Loriot… “Wo laufen sie denn?” In Zeiten von Corona laufen sie bestenfalls im Park oder Wald und dies nur unter den gegebenen Sorgfaltsmaßnahmen im weitestgehenden Einzeltraining. Dies ist in einer Sportart, die von einem intelligenten und vor allem schnellen Mannschaftsgefüge lebt und dies nur durch intensive gemeinsame Trainingseinheiten erreichbar ist keine triviale Beschränkung.

Dazu ist die andauernde Schließung der Hallen aufgrund der Corona-Restriktionen auch eine sehr demotivierende Situation, da die Trainingsroutine auch eine Struktur bietet, die derzeit vielen Menschen fehlt. Bei andauernder Lethargie kommt es schlimmstenfalls zu einer Abkehr von bisher regelmäßig ausgeübten Tätigkeiten – in vielen Fällen sicher auch im Sport.

Eine bereits spürbare Konsequenz daraus, ist die Schwierigkeit die Spielkader für die kommende Saison zu gestalten. So habe ich in intensiven Gesprächen mit Verantwortlichen und vielen Beiträgen in den sozialen Medien ähnliche Entwicklungen erkennen können.

Berücksichtigt man dann noch die Mitgliederstatistik des DHB dann sollte jedem Verantwortlichen klar werden, dass es nun vornehmlich darum geht die Herausforderung durch die Corona-Folgen dazu zu nutzen, Handballinteressierten einen stabilen und nachhaltigen Rahmen zu schaffen, unseren geliebten Sport regelmäßig und attraktiv auszuüben.

Dafür müssen wir sicherlich ausgetretene Pfade verlassen und vor allem synergetisch – also vereinsübergreifend – denken. Jedes Mitglied sollte dem Sport erhalten bleiben und motiviert werden neue Aktive für den Sport zu gewinnen. Mit der Mannschaftssportart Handball haben wir die besten Voraussetzungen nach diesen sozialen Einschnitten der Covid19 Einschränkungen neue Erlebnisräume zu gestalten bzw. Menschen wieder aktiv zusammenzuführen.

Gerade bei der Erhaltung von Spielmöglichkeiten im Seniorenbereich, der abseits der HBL nicht vornehmlich leistungsorientiert agiert und als Freizeitsport eingeordnet wird, ist auf neue Situationen im Arbeits- und Bildungsumfeld nach dem Lockdown der Republik Rücksicht zu nehmen und sich zu arrangieren. Gleiches gilt natürlich auch für den Jugendbereich, der durch Unsicherheiten in Prüfungsfragen und Studienbeginn strapaziert ist.

Durch eine engere Zusammenarbeit der Abteilungsleiter und Vorstände und Ausschöpfung der Möglichkeiten von Spielgemeinschaften oder Doppelspielrechten, können Kader sicherlich einfacher gestaltet werden bzw. vielleicht auch erst realisiert werden. Jahrgangslücken können einfacher verkraftet werden und Sondertrainingseinheiten oder Athletik könnten in ganz neuen Formen und kostenoptimiert gestaltet werden.

Hier sollten wir die Möglichkeiten der neuen Medien nutzen und uns als Verantwortliche nicht erst kurz vor dem Saisonstart Gedanken machen, wie Ressourcen geschaffen, geteilt bzw. genutzt werden können.

Als Resultat aus dem einen oder anderen Gedankenaustausch, könnte ich mir vorstellen eine Plattform zu erstellen, auf der sich Aktive, Trainer oder Abteilungsleiter schnell und synergetisch austauschen können und diese Probleme breiter aufgestellt bearbeiten können.

Vieles kann auch unter dem derzeitigen Kostendruck deutlich ökonomischer und pragmatischer gelöst werden. Anstatt sich wochenlang über den Abschluss einer toten Saison und die möglichen rechtlich anfechtbaren Konsequenzen zu kaprizieren, hätte ich mir gerade mit dem Blick auf die Gesamtverantwortung für die Entwicklung der Mitgliederzahlen hier andere Signale der Verbände und Kreise gewünscht.

Kontakt: martin.eggert@neusser-hv.org

Ich möchte dies als Aufruf und Motivation zum Gestalten einer Plattform veröffentlichen um so unserer Verantwortung als Vereine gerecht zu werden möglichst vielen Menschen die Ausübung ihres Sportes im Sinne der Gesundheit und Freizeitgestaltung zu ermöglichen.

Martin Eggert, Vorstand Neusser Handballverein e.V.

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